Der Öko Weg

Der grenzüberschreitende Öko - Kultur - Weg soll dem Besucher das Zusammenspiel von Natur, Landwirtschaft und Kultur einer bergbäuerlich geprägten Alpenregion verdeutlichen und nahebringen. Ziel ist es, das Verständnis für Natur und Kultur, die bergbäuerliche Lebensweise, die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung, also eine erhöhte Wertschätzung und Sensibilität in der Bevölkerung zu wecken, um dadurch eine Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft hervorzurufen. Auf einigen Kilometern Länge kann der Besucher den für die Grenzregion typischen Zusammenhang erleben und entdecken. Zusätzliche Hilfestellung bieten Informationstafeln entlang des rund 5 km langen Weges, die konkrete Hinweise und Erklärungen geben.

Durch die Erstellung des grenzüberschreitenden Öko - Kultur - Weges wollen die ökologisch wirtschaftenden Bergbauern der Sennereigenossenschaft Hatzenstädt der Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze die Vorteile einer nachhaltigen Wirtschaftsweise aufzeigen und eine erhöhte Wertschätzung schaffen. Im eigenen Sennereiladen werden die biologischen Milch- und Käsespezialitäten angeboten.

Massnahmen innerhalb des Öko - Kultur - Modells Bergbauernregion Hatzenstädt und Priental

Grenzüberschreitender Öko - Kultur - Weg.

Sennerei Hatzenstädt mit ihren bäuerlichen, ökologisch wirtschaftenden Zulieferbetrieben und entsprechender Produktvermarktung.

Info - Broschüre Almen - und Naturschutzgebiet Geigelstein.

Prientaler Bergbauernladen, grenzüberschreitende Vermarktung regionaler Produkte und Spezialitäten von Bergbauern

Geschichte und Gegenwart verknüpfendes Müllner - Peter - Museum im ehem. Schulhaus von Sachrang als touristisches Angebot

Grenzüberschreitender Öko - Kultur - Weg

Um das Überleben der 43 landwirtschaftlichen Zulieferbetriebe der Sennereigenossenschaft Hatzenstädt sichern zu können, war 1991 eine Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise erforderlich. Nur über die Produktion hochwertiger Qualitätsprodukte konnten die bergbäuerlichen Familienbetriebe gerettet werden. Heute werden jährlich 1,5 Mio. Liter biologischer Rohmilch zu 90 t Emmentaler und 14 t Butter verarbeitet, 2x täglich wird die Milch mit Hilfe von Seilbahnen von den Berghöfen an die Sennerei geliefert.

Nicht nur die hergestellten Nahrungsmittel der Sennerei, auch die gesamte bewirtschaftete Fläche der Biobauern zeugen von einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Die Artenvielfalt der Fauna und Flora ist bedeutend.

Der Kultur Weg

Selten hat eine Persönlichkeit die kleine Gemeinschaft der Bayerisch - Tiroler Grenzregion so nachhaltig beeinflusst wie der Peter Huber, alias Müllner Peter von Sachrang (1766 - 1843)

Geboren und aufgewachsen im elterlichen Anwesen (Mühle und Bauernhof) im Weiler Aschach, spielte er bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine aussergewöhnliche Rolle. Er war im wahrsten Sinne des Wortes ein Multitalent. Wo er sich die dafür notwendige Bildung erwarb, ist aus den Quellen nicht mehr ersichtlich. Auf alle Fälle verfolgte er die Zeit des politischen und wirtschaftlichen Umbruchs im beginnenden 19. Jahrhunderts mit wachen Augen und Engagement, was der erhaltene Briefwechsel mit dem Richter der Herrschaft Hohenaschau und einem Tiroler Geistlichen aus Walchsee verdeutlicht. Er stand seinen Mitbürgern im täglichen Leben mit Rat und Tat zur Seite. Nicht nur als Gemeindevorsteher, sondern auch als Heilkundiger für Mensch und Vieh erwarb er sich bleibende Verdienste.

Dazu kam sein musikalisches Talent, dem wir die reichhaltige Sachranger Notensammlung verdanken. Als aufgeklärtem Christen lag ihm und seinem Bruder Thomas der Erhalt der grenznahen Ölbergkapelle am Herzen. Er sorgte für ihre Renovierung und die Wiederbelebung der Bayerisch - Tiroler Wallfahrt. Peter Huber wird vor allem aufgrund seines musikalischen und heilkundlichen Vermächtnisses auch in kommenden Generationen weiterleben. Näheres über den Müllner Peter und seine Zeit erfahren Sie auf den Tafeln 8, 10 und 11 des Öko - Kultur - Weges zwischen Hatzenstädt und Sachrang oder im Müllner - Peter - Museum in der Schulstrasse 3 in D-83229 Sachrang, Tel. 08057 / 378.

Projektpartner auf bayerischer Seite: Gemeinde Aschau i.Ch. Kampenwandstr. 36  D-83229 Aschau i.Chiemgau

Tel. 00 49 / (0) 80 52 / 90 49-37    Fax 00 49 / (0) 80 52 / 90 49-45

Projektpartner auf Tiroler Seite:        Sennereigenossenschaft Hatzenstädt   Gränzing 24   A-6342 Niederndorferberg

Tel. 00 43 / (0) 53 73 / 6 17 13   Fax  00 43 / (0) 53 73 / 6 22 92

Gefördert von der Europäischen Gemeinschaft, dem Land Tirol und dem Freistaat Bayern (EAGFL)

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